Heimatkundlicher Verein lädt zu geschichtlichen Stammtischen ein

Der Heimatkundliche Verein Anger e. V. hat in einer Vorstandssitzung beschlossen, die einheimische Bevölkerung verstärkt in die Erforschung der Heimatgeschichte von Anger, Aufham, Högl sowie den Rupertiwinkel und natürlich auch Salzburg einzubinden. Bei den „Heimatkundlichen Stammtischen“, die einmal im Monat in den verschiedenen Gaststätten und Ortsteilen der Gemeinde abgehalten werden, sollen daher nach Möglich Zeitzeugen zu Wort kommen. Beim ersten Stammtisch konnte der Museumsleiter und 2. Vorstand des Vereins, Erhard Zaha, neben zahlreichen Mitgliedern, interessierte Gäste und auch Martin Kuglstatter begrüßen.

Erhard Zaha ist davon überzeugt, dass die lange Geschichte der Heimat nie vollständig erforscht werden kann, die Stammtische aber eine gute Gelegenheit bieten, in einer lockeren Atmosphäre über die Vergangenheit zu „ratschen“ und Erfahrungen auszutauschen. Das Ehrenmitglied des Vereins, Martin Kuglstatter, informierte bei einem Lichtbildervortrag sehr anschaulich über die 90-jährige Geschichte der „neuen Saline“ Bad Reichenhall. Kuglstatter war selbst 35 Jahre in der Saline beschäftigt und hat daher einen besonderen Bezug zu seiner ehemaligen Arbeitsstätte. Die Zuhörer waren beeindruckt von den zahlreichen Baumaßnahmen in der Saline und die Schnelligkeit der Genehmigungen, die in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar sei.

Der 1. Vorstand des Heimatkundlichen Vereins, Franz Xaver Winklhofer, informierte die Mitglieder und Gäste, dass bei den Stammtischen auch darüber geredet werden soll, wie früher die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft waren. Denn gerade viele Einheimische und später auch Heimatvertriebene, verdienten ihr Brot bei den Bauern oder Waldarbeiter beim Forstamt. Auch die Entwicklung des kirchlichen Lebens in der Gemeinde sowie die Entstehungsgeschichte der zahlreichen Ortsvereine bieten viel Gesprächsstoff für die Stammtische des Heimatkundlichen Vereins. Franz Xaver Winklhofer ist erfreut, dass noch viele Gemeindebürger leben, die über das Geschehen der letzten Jahrzehnte in der Heimat berichten und aus ihrem Leben erzählen können. Mit dem Dank an Martin Kuglstatter und an die Zuhörer fürs Kommen, konnte Winklhofer den ersten Stammtisch beenden.

 

Saline 1928

Saline Bad Reichenhall 1928

 

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