Jahreshauptversammlung 2018

Erhard Zaha tritt zurück – Amt des stellvertretenden Vorsitzenden beim Heimatkundlichen Verein Anger vakant – Jahresversammlung mit Rückschau und Ausblick Anger Beim Heimatkundlichen Verein Anger ist das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden derzeit nicht besetzt. Erhard Zaha trat bei der Jahreshauptversammlung aus gesundheitlichen Gründen von dieser Position zurück. Bei der Zusammenkunft konnte kein Nachfolger gefunden werden, jedoch will man sich beim Verein bemühen, die Lücke schnellstmöglich zu schließen. Zaha leitete auch die Versammlung in Vertretung für Franz Xaver Winklhofer. Dieser ist mittlerweile von einer längeren schweren Krankheit genesen und richte am Ende der Veranstaltung ein Grußwort an die Versammlung. Nun sei es ihm wieder möglich, die Geschicke des Vereins zu leiten. Im Angerer „Goberg“ trafen sich die Heimatkundefreunde zu Jahresversammlung. Erhard Zaha erinnerte eingangs an die verstorbenen Mitglieder und nannte namentlich Sebastian Höglauer, Dr. Manfred Eder und Anna Kangler. In einer Bilderschau reflektierte er Aktivitäten und historisch markante Ereignisse des vergangenen Jahres aus Anger und Umgebung. In Höglwörth war wieder das Heilige Grab aufgebaut worden, an der Mariensäule und in Vachenlueg hatten zwei eindrucksvolle Maiandachten statt gefunden und am Reitberg wurde eine „Nepomukkapelle“ eingeweiht. Die Gemeinde Anger hat neue Ortsschilder
aufstellen lassen und die Platte aus Untersberger Marmor am Kriegerdenkmal war gereinigt und anders positioniert worden. Auf gute Resonanz war der jährliche Ausflug gestoßen. Die Mitglieder hatten das Museum in Trostberg besichtigt, eine Führung durch Baumburg erhalten und abschließend die Dorfmühle in Taching besucht. Ein herausragendes Ereignis war das Heimatpflegertreffen in Anger mit mehr als 60 Teilnehmern aus dem Bezirk Oberbayern gewesen. Erhard Zaha hatte im Zuge dieses Infotages auch eine Führung in Höglwörth durchgeführt. Viel öffentliches Interesse hatte die Restaurierung des „Holzhauser Kreuzes“ nach sich gezogen, da dieses markante Kreuz längere Zeit abgebaut war. Vor Weihnachten konnten die Arbeiten abgeschlossen und das Kreuz mit den darunter angeordneten Totenbrettern wieder aufgestellt werden. “Für das Kreuz gibt es einen Zuschuss vom Landesamt für Denkmalpflege, für die Totenbretter nicht. Diese wurden ja ursprünglich für die Verwesung geschaffen“, führte Zaha näher aus. Nicht nur die Historie, auch die heimatliche Fauna liegt den Vereinsmitgliedern am Herzen. So ergänzte Zaha seinen Report mit Fotos von blühendem „Türkenbund“ an der Stoißer Ache und strahlenden „Prachtnelken“ in Höglwörth. Außerdem gab es noch einen „Ausflugstipp“ nach Kleinrückstetten. Denn dort steht eine sehenswerte Kapelle. Vereinsmitglied und Holzschnitzer Sepp Enzinger hat einige Figuren der Innenausstattung neu geschaffen, da die vorherigen gestohlen worden waren. Der Heimatkundeverein hatte wieder zwei Vorträge organisiert, dazu hatte es verschiedene
Resonanzen gegeben. Sehr gut besucht war der Abend mit Prälat Dr. Walter Brugger gewesen als er zum Thema: „200 Jahre Auflösung Stift Höglwörth“ referiert hatte. Das zweite Angebot hatte leider weniger Zuhörer angelockt. Der Heimatkundliche Verein Anger hat derzeit 170 Mitglieder. Zaha bedankte sich für das Interesse an der regionalen Geschichte und bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für ihre rege Arbeit. Erhard Zaha ist zugleich auch Museumskustos. Deshalb berichtete er der Versammlung, dass man in Anger die Gelegenheit genutzt hatte um aus dem Waginger Museum Vitrinen und Schriftplatten zu hohlen, da dieses Museum verkleinert wird. In Anger finden diese Gegenstände gute Nutzung. Sonderausstellungen seien immer gut besucht gewesen und er erkläre sich gerne bereit, bei Anfragen Sonderführungen zu machen. Bei den regulären Öffnungszeiten sei das Interesse unterschiedlich gewesen. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Museumskustos bei jenen Mitgliedern, die während der Öffnungszeiten die Museumsaufsicht übernehmen. Zaha erinnerte im Zuge seines Berichts an die Grundsätze des Heimatkundlichen Vereins: die Heimat- und Denkmalpflege, die Erforschung der Heimatgeschichte, die die Vorfahren bereits erfolgreich und intensiv betrieben hatten und hatte noch eine kleine Anekdote parat. Der „Lachlbauer“ vom Högl war einer der motivierten Männer in Sachen Heimaterforschung gewesen. Er hatte bei Versammlungen seine Mitstreiter stets mit der Formel „Hohes forschendes Haus“ begrüßt. Diese Formulierung nutzte dann auch der stellvertretende Bürgermeister Markus Winkler, um im Namen der Gemeinde den Mitgliedern Dank und Anerkennung für ihre historisch so wertvolle Arbeit zu übermitteln. Winkler übernahm dann die Leitung der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden, nachdem Erhard Zaha erklärt hatte, dass er aus gesundheits- und Altersgründen diesen Posten nicht länger ausüben könne. Durch
die lange Erkrankung des ersten Vorsitzenden Franz-Xaver Winklhofer hatte er auch
eineinhalb Jahre lang dessen Aufgaben übernehmen müssen. Nachdem mehrere Personen aus dem Kreis der Anwesenden befragt worden waren und sich niemand bereit erklärte, das Amt zu übernehmen, bleibt die Position des zweiten Vorsitzenden beim Heimatkundlichen Verein Anger vakant. Man will sich jedoch schnellstmöglich bemühen, einen Nachfolger für Zaha zu finden. Zu den formellen Bestandteilen der Jahreshauptversammlung gehörte der Kassenbericht von Hans-Martin Hinterstoißer, dessen Buchführung vollste Zustimmung der Revisoren fand und eine einstimmige Entlastung durch die Mitglieder nach sich zog. Weiter musste aufgrund einer redaktionellen Änderung über die Anpassung der Satzung abgestimmt werden. Auch hierzu gab es vollstes Einverständnis vonseiten der Anwesenden. Einen interessanten Vortrag über die „Heilige Helene“ und der Restaurierung der Figur am „Krepfei“ hielt abschließend Stefan Enzinger. Darüber berichten wir gesondert. Das restaurierte Holzhauser Kreuz erstrahlt in neuem Glanz Erhard Zaha leitete die Versammlung und trat von seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des Heimatkundlichen Vereins Anger zurück. Den Posten des Museumskustos behält er weiterhin.

Maria Horn
Pidinger Str. 4
83454 Anger

Fotos: Horn

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